Bücher Buchvorstellungen Biographien und Romane Buch für Eiskunstlauf-Liebhaber: "Ohne Eis kein Preis. Auf den Spuren Eva Pawliks" Siegfried Gränitz, ein pensionierter Deutsch- und Musiklehrer aus Zwickau (bei Chemnitz), hat ein zweites Mal seine Jugend-Schwärmereien und Begeisterung für seinen Leinwandstar in einem Buch verarbeitet, ohne Europameisterin Eva Pawlik je persönlich kennengelernt zu haben. Nach "Frühling auf dem Eis - und kein Ende?" (2011) ist vor ein paar Tagen die zu etwa 50% auf wahren Tatsachen beruhende, zum anderen Teil aber fiktive Erzählung "Ohne Eis kein Preis. Auf den Spuren Eva Pawliks" erschienen, in dem als Romanfiguren unter anderem auch die späteren Europameisterinnen Ingrid Wendl, Hanna Eigel, Hannerl Walter, die Österreichischen Paarlaufmeister Susi Giebisch und Rudi Seeliger, der Sportarzt Ludwig Prokop, die Österreichische Meisterin Emmy Puzinger, die Eisakrobatin Erni Zlam, der Regisseur Georg Jacoby (Marika Rökks Ehemann) und der österreichische Schauspieler Hans Holt vorkommen. Am Schluss geht der Wunsch Ingrid Wendls, Eva Pawlik und Rudi Seeliger sollen sich während ihres Paarlaufs zu der Musik "Perhaps, perhaps, perhaps" ineinander verlieben, in Erfüllung - und Evas Liaison mit Ludwig Prokop ist Geschichte. Kuriosum am Rande: Bei der Eröffnungsveranstaltung zu der derzeit laufenden Ausstellung über die Wiener Eisrevue hat Eva Pawliks Sohn, der Wiener Jurist und Pianist Roman Seeliger, "Perhaps, perhaps, perhaps" am Klavier gespielt und Ingrid Wendls einstige Fantasien erwähnt, dass seine Existenz (also die Liebe seiner Eltern zueinander) auf diesem Lied beruhe. Wendl hüpfte beim small talk dem Direktor der Wiener Stadthalle die Schritte vor, die zur Choreografie dieser Revuenummer Eva Pawliks und Rudi Seeligers gehörten. Ines Geipel: Generation Mauer - Ein Porträt Die in den 1960er Jahren im Osten Deutschlands geborenen »Mauerkinder« waren jung genug, um sich ab 1989 die Welt zu erobern – eine glückliche Generation? Ines Geipel sucht im Dialog zwischen persönlichem Schicksal und aktueller Forschung der Biographie ihrer Generation auf die Spur zu kommen. ISBN: 978-3-608-94749-6 - Klett-Cotta-Verlag (J. G. Cotta’sche Buchhandlung Nachfolger GmbH), Rotebühlstraße 77, 70178 Stuttgart Das Erste.de "ttt": 25 Jahre nach dem Mauerfall. Die Ex-DDR-Sportlerin Ines Geipel zeichnet das Porträt ihrer Generation ...Video zur Sendung Im System Honecker herangewachsen galten die heute 45- bis 55-Jährigen als die Distanzierten, Staatsfernen, für die das Jahr 1989 dann zum Sprungbrett ins größere Deutschland und in die Welt wurde. Sind sie wirklich auf der Gewinnerseite gelandet? Oder hat die zähe Prägekraft der späten DDR mit ihren politischen Tabus, dem Bespitzeln und Verhindern von Individualität à la longue doch ihren Tribut gefordert? Ines Geipel erforscht das Lebensgefühl ihrer Generation in Tiefeninterviews mit Mauerkindern und in aktuellen psychologisch-soziologischen Untersuchungen. Sie findet den Zugang zu einer Generationenerzählung, die von großen Hypotheken, aber auch von großen Chancen handelt. Ingo Steuer: „Eiszeiten – Vom Ehrgeiz getrieben“ Der weltweit erfolgreiche Sportler und Trainer im Eiskunstlauf präsentiert sein erstes Buch. Kurzbeschreibung Erscheinungstermin: 7. Februar 2014 "Das Eis gehört zu mir, wie meine Haut und meine Haare. Nichts hat mich je mehr in seinen Bann gezogen als diese spiegelglatte Fläche. All meine kleinen und großen Geschichten haben damit zu tun. Meine Siege und meine Niederlagen. Auf dem Eis bin ich groß geworden. Hier will ich hoffnungsvolle Talente trainieren und noch zu Gange sein, wenn ich alt geworden bin. Ohne das Eis kann ich nicht sein. Es ist und bleibt die Droge, nach der ich süchtig bin." Ingo Steuer, geboren und aufgewachsen in Karl-Marx-Stadt (heute: Chemnitz), so erfolgreich im Eiskunstlauf als Sportler und Trainer, aber auch so umstritten wie kaum ein anderer in Deutschland. Außerhalb jeglicher Beschuldigungen und aller gerichtlichen Scharmützel gibt sein Buch die Möglichkeit, sich selbst ein Bild zu machen, indem er erzählt, wie alles begann, wie es in der DDR war, was er nach der Wende erlebte, bis hin zum hart erkämpften Weg zur neunten Weltmeisterschaft und zu den vierten Olympischen Spielen. Eiskunstlauf-Lehrbücher DDR und Stasi ...und wenn Sie Ellen Thiemann nicht glauben und immer noch der Meinung sind, dass die DDR-Regierung nur das Beste für ihr Volk wollte, dann lesen Sie das Buch der bekannten Reiseschriftstellerin und Biologin, Carmen Rohrbach, mit dem Titel "Solange ich atme - meine dramatische Flucht aus der DDR und wie sie mein Leben prägte". Sie versuchte im Alter von 25 Jahren, das Arbeiter-und Bauernparadies durch die Ostsee nach Dänemark schwimmend zu verlassen, wurde nach fast 3 Tagen und Nächten im Wasser mehr tot als lebendig von der DDR-Marine aufgegriffen und 2 Jahre im berüchtigten Zuchthaus für Frauen auf der Burg Hoheneck eingesperrt. Erscheinungstermin: 15. Oktober 2013 Angetrieben von dem Wunsch, die Welt zu bereisen, wagt Carmen Rohrbach mit 25 Jahren die Flucht aus der DDR, im Schutz der Dunkelheit über die Ostsee. Fast drei Tage und Nächte verbringt sie im Wasser, in ständiger Angst, zu ertrinken oder entdeckt und verhaftet zu werden. Ihr Fluchtversuch misslingt, doch ihr Freiheitswille bleibt ungebrochen: Nach zwei Jahren Haft im Frauengefängnis Hoheneck wird Carmen Rohrbach nach Westdeutschland ausgewiesen – und macht bald darauf als Dokumentarfilmerin und Reiseautorin die ganze Welt zu ihrer Heimat. "Solange ich atme" ist ihre zutiefst inspirierende, abenteuerliche Lebensgeschichte. Alltag in der DDR - Wer heute noch nicht begriffen hat, dass die DDR ein inakzeptabler Unrechtsstaat war und wissen will, was das Ministerium für Staatssicherheit im Auftrag der SED vielen seiner Mitbürger angetan hat, lese das neueste Buch von Ellen Thiemann - am besten aber alle drei. In ihrem neuesten Buch "Wo sind die Toten von Hoheneck" zeigt die mutige Autorin u.a., wie dicht das Netz der Stasi war, und im Kapitel "Der Terror geht im Westen weiter" beschreibt sie die fatalen Folgen der verachtenswerten Stasi-Aktivitäten, von denen die meisten Menschen bisher keine Ahnung hatten. 2013 2009 1984 HNA.de - 16.7.2014: Zu Gast an der Melanchthon-Schule – DDR-Zeitzeugin Ellen Thiemann berichtete: Jeden Tag eine Demütigung Wo sind die Toten von Hoheneck? Neue Enthüllungen über das berüchtigte Frauenzuchthaus der DDR (2013): Ellen Thiemann wurde 1972 wegen Republikflucht verhaftet. 23 Monate musste die "Staatsverbrecherin" dafür im Frauenzuchthaus Hoheneck Zwangsarbeit leisten, Grausamkeiten durch das Anstaltspersonal erdulden und dem Psychoterror durch Verleumdungen Mitgefangener standhalten. Ende Mai 1975 wurde Ellen Thiemann entlassen und siedelte in die Bundesrepublik über. Von dort aus setzte sie sich für die politischen Gefangenen ein und geriet damit abermals ins Visier der Stasi. Die Repressalien hörten selbst mit dem Fall der Mauer nicht auf: Alte SED- und Stasi-Funktionäre versuchen bis heute, Thiemanns Aufklärungsarbeit zu attackieren. Der Feind an meiner Seite - Die Spitzelkarriere eines Fußballers (2009): Als "Der Spiegel" Ellen Thiemanns Exmann als einen der größten Stasi- Spitzel unter den DDR-Sportjournalisten enttarnt, hat sie nur noch ein Ziel: die Wahrheit finden, aufklären, zur Verantwortung ziehen. So erfährt sie, dass ihr Mann unmittelbar nach ihrer Inhaftierung ausgerechnet mit ihren Feinden paktierte, als deren Laufbursche und Marionette fungierte. Hatte er gar die gemeinsam geplante Flucht verraten? Die Autorin beschreibt ihren Kampf mit der bundesdeutschen Justiz gegen Stasi-Vernehmer, Richter, Spitzel, Zuchthausleiter. Sie offenbart brisante Aufzeichnungen ihres Exmannes über Kollegen, Geliebte, Sportler und Trainer in der DDR, der BRD und auch im europäischen Ausland. Wegen Republikflucht kam Ellen Thiemann für zweieinhalb Jahre ins gefürchtete Frauenzuchthaus Hoheneck, wo sie mit drastischen Strafmaßnahmen - Folter, Schlafentzug, stundenlangen Verhören und Zwangsarbeit - konfrontiert wurde. Fast zwanzig Jahre später musste sie sich erneut einer schockierenden Tatsache stellen: Ihr Exmann gehörte zu den größten Stasi-Spitzeln im Sportbereich. Sie war jahrelang beschattet, denunziert, verraten worden - von ihren Freunden und dem eigenen Ehemann. Stell dich mit den Schergen gut - Für mein Kind durch die Hölle des Frauenzuchthauses Hoheneck (1984): Ihr "Verbrechen" war, dass sie in den Westen wollte, dass sie Bespitzelung, Verrat, die Unmöglichkeit, Kritik frei zu äußern, nicht mehr ertrug. Nach der Entdeckung ihres Fluchtvorhabens 1972 wurde Ellen Thiemann verhaftet. Aus Liebe zu ihrem Sohn, der an der Grenze gefasst worden war, nahm sie die Schuld allein auf sich, damit der Sohn beim Vater, nicht im Heim, aufwachsen konnte. Damit begann ein Leidensweg, der die Autorin ins berüchtigte Frauengefängnis Hoheneck führte. Fünfzehn Jahre nach der Entlassung hatte die Journalistin den Mut, den Ort, mit dem sie die schwerste Erinnerung ihres Lebens verbindet, noch einmal zu besuchen. Der authentische Bericht von Ellen Thiemanns Haftzeit ist ein erschütterndes Zeitdokument. "Ihr Delikt kommt gleich nach Massenmord", nahm man Ellen Thiemann im Gefängnis in Empfang. Verurteilt worden war sie für versuchte Republikflucht. Zwei Jahre lang ging sie durch die Hölle von Hoheneck. Sie erlebte mit, wie verzweifelte Strafgefangene Suizid begingen, und ertrug selbst grausame Folterungen. Sie schildert, wie Müttern die Kinder durch Zwangsadoptionen entrissen und Inhaftierte durch verordneten Missbrauch von Psychopharmaka ruhiggestellt wurden. Selbst nach dem Mauerfall waren einstige Gefangene noch Repressionen durch die Stasi, deren Funktionäre bis heute wichtige Positionen in unserer Gesellschaft innehaben und die Opfer von früher angreifen. Die Journalistin hört nicht auf, die Verbrechen der DDR-Diktatur anzuprangern.